www.visithamburg.net

7. Elbinsel-Gipsy-Festival am 17.&18.04.2015

SHARE
,

Ein Festival zum Reden, Gucken, Hören, Feiern. Mit hochklassigen Gipsy Ensembles aus ganz Europa; mit Texten, Bildern, und Gesprächsangeboten junger Sinti aus Wilhelmsburg, mit einem ungewöhnlichen Theaterprojekt. Interkultureller Austausch auf der Höhe der Zeit.

Gemeinsam mit dem Landesverband der Sinti in Hamburg lädt das Bürgerhaus Wilhelmsburg bereits zum 7. Elbinsel-Gipsy-Festival auf die Elbinseln ein. Zwei Tage lang werden die Sinti mit Musik, Theater, Ausstellungen, Lesungen und Informationen ihre Kultur präsentieren.

Freitag, 17. April, 18.00 Uhr

Eröffnung mit der Ausstellung „Ohh Porajmos“

Illustrationen zur Verfolgungs- und Diskriminierungsgeschichte der Sinti und Roma mit Bildern von Boris Weinrich 

Das Café Royal Salonorchester, das erfolgreiche Musikererensemble der Familie Weiss aus Hamburg, begeistert seit vielen Jahren das Publikum in ganz Deutschland und Europa mit ihrer ebenso ausdrucksvollen, wie temperamentvollen Musik, die Lebensfreude sowie süße Melancholie mit größter Leidenschaft zu vermitteln weiß. Auch in diesem Jahr wird das Gipsy Festival musikalisch durch das CRS eröffnet. Mit enthusiastischen bis zarten Klängen und Farben auf Violine, Akkordeon, Bass und Saxophon spielen die Lokal-Matadoren ein Best Of Programm aus Swing, Czardas, Musette, Kaffeehausmusik und den alten Weisen der Sinti.

„Fast bei jedem Konzert gibt es Leute, die weinen“, sagt Gitarrist Clemens. „Ich glaube, sie lassen ihr ganzes Leben Revue passiere.“

Bummel Weiss – Violine / Kako Weiss – Saxophon / Baro Kako Weiss – Akkoredeon / Clemens Rating – Gitarre / Gerd Bauder – Kontrabass

www.caferoyal.de 

Freitag, 17. April, 21.30 Uhr

Markus Reinhardt Ensemble 

Die Gruppe ist musikalisch geprägt durch den legendären französischen Jazzgitarristen Django Reinhardt – einem Großonkel von Markus Reinhardt – sowie durch die traditionelle osteuropäische Gipsy Musik. Der Klang des Markus Reinhardt Ensembles hebt sich deutlich von dem gängiger „Sinti-Swing“ – Gruppen ab: Die Musiker reproduzieren nicht einfach Musikstile der Vergangenheit, in ihren Kompositionen vereinen sie ihren ganz eigenen Stil mit anderen musikalischen Einflüssen und bringen so ihre individuellen

Lebenswirklichkeiten zum Ausdruck.

Markus Reinhardt – Violine / Janko Wiegand – Rhythmusgitarre / Zoltán Püsky – Sologitarre / Andreas Schilling – Kontrabass

www.markus-reinhardt-ensemble.de 

Samstag 18. April, 15.00 Uhr

„Racke Maprahl 2. Als Freigänger im eigenen Land – Texte, Bilder und Gespräche“

Anfang 2014 setzten sich die Brüder Arnold und Harry Weiss vom Landesverein der Sinti in Hamburg sowie der Historiker Moritz Terfloth und der Journalist Ralf Lorenzen zusammen und initiierten das Projekt „Racke Maprahl – Sprich drüber“. Damit reagierten sie auf die Tatsache, dass viele Zeitzeugen des Völkermordes nicht mehr sprechen können oder wollen. Es sind vor allem die Enkel, denen die Großeltern ihre Geschichte erzählt haben. Und die heute in der Lage sind, diese Geschichten weiterzugeben. Gemeinsam trugen Arnold und Harry Weiss die Erinnerungen an den Parajmos zusammen, die ihnen ihr Großonkel Johann Geisler und ihr Großvater Rigoletto Weiss weitergegeben haben. Daraus wurden zwei Texten, die die Autorengruppe bereits mehrmals in Verbindung mit einer Gesprächsrunde präsentiert hat.

Bei der Fortsetzung dieses vielbeachteten Projektes geht es um die Erfahrungen von der Befreiung bis heute, die viele Sinti zu der bitteren Erkenntnis brachten: „Wir sind lediglich Freigänger in diesem Land.“ Die Autorengruppe hat dazu neue Texte verfasst und bisher kaum bekannte Filmdokumente gefunden, über die sie mit ihren Gästen sprechen möchten.

Samstag 18. April, 18.00 Uhr

„Im Herzen von Hamburg“

Mit dem multimedialen, generationenübergreifenden Theaterprojekt „Im Herzen von Hamburg“ wenden wir uns der langen und wechselvollen Geschichte und Gegenwart von Sinti in Wilhelmsburg/Hamburg zu. Was für ein Verhältnis hatte unsere Stadt in der Vergangenheit zu

den hier seit Jahrhunderten lebenden Sinti-Familien? Wie ist unsere Gegenwart davon geprägt?

5 Theatergruppen, davon vier aus den drei Schulen im Bildungszentrum „Tor zur Welt“, gestalten einen vielschichtigen, nachdenklichen, aufmüpfigen, Fragen anregenden, berührenden Theatermoment. Sie werfen Schlaglichter in ein viel zu großes Dunkel von Unwissen und Ignoranz. Eine erste Theaterproduktion entsteht, die Mut für zukünftige künstlerische und inhaltliche Zusammenarbeit aufbauen möchte.

Christiane Richers/Theater am Strom – Künstlerische Leitung, Texte und Inszenierung / Andreas Schwarz – Filmeinspielungen / Kako Weiss – Musik / Marcel Weinand – Co-Regie und Ausstattung / Gesche Groth/Theater am Strom – Schauspiel, Theaterpädagogik / Morena Bartel/Theater am Strom – Schauspieltraining / Filmsequenzen mit Melody Weiss (Sängerin) und Kako Weiss (Saxophon) und Heinz Kako Weiss (Boxen)

Samstag 18. April, 20.00 Uhr

Sandro Roy Quartett feat. Kako Weiss 

Selten genug passiert es, dass man in der Flut der Neuveröffentlichungen einen Musiker entdeckt, der einen nicht nur aufmerken lässt sondern sofort sprachlos macht. Ihm einen Wunderkind-Mythos anzudichten, würde seine Fähigkeiten nicht ausreichend beschreiben, denn es ist neben einer frappierenden Musikalität vor allem auch eine seltene Universalität, mit der der 20jährige Augsburger besticht. Das Repertoire des klassisch ausgebildeten Violinisten vereint europäischen Gipsy Swing und amerikanischen Jazz. Im Quartett mit zwei Gitarren und Bass präsentiert er Stücke seines viel gelobten Debütalbums „Where I Come From“. Sandro Roy ist Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“, besuchte Meisterkurse bei Jazzgeiger Benjamin Schmid und spielte mit Symphonieorchestern.

www.skiprecords.com/site/artists/sandro-roy

Sandro Roy – Violine / Paulo Morello – Gitarre / Sascha Reinhardt – Rhythmusgitarre / Joel Locher – Bass / Kako Weiss – Saxophon

Weiter Informationen auf www.buewi.de

Leave A Reply

Your email address will not be published.

PASSWORD RESET

LOG IN